Wenn du die Bibel ganz vorne aufschlägst und den allerersten Satz liest, springt dir sofort etwas ins Auge:
„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ (1. Mose 1,1). Ganz gleich, wie man über Schöpfung und Evolution denkt – mir fällt dabei etwas anderes auf: Gott ist kein passiver Gott. Er handelt. Er schafft. Er gestaltet. Und wenn wir Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen sind, dann steckt genau das auch in uns.
Aktiv sein. Gestalten. Mitwirken.
Das klingt zunächst harmlos – wird aber schnell herausfordernd. Denn die Bibel spricht erstaunlich oft über Arbeit, Fleiß und Verantwortung (z. B. Sprüche 6,6; 1. Timotheus 5,18). Und spätestens hier sinkt bei vielen die Stimmung. Arbeit ist für viele eher Last als Lust. Etwas, das man „aushält“, bis endlich Wochenende oder Urlaub ist.
Vielleicht liegt genau hier ein Kernproblem. Arbeit an sich ist erst einmal neutral. Sie gehört zum Leben dazu. Aber Arbeit ohne Sinn macht krank.
Zahlreiche Studien zeigen: Menschen, die ihre Arbeit als sinnvoll erleben, die ihre Gaben einsetzen können und einen Beitrag sehen, sind weniger krank, weniger erschöpft und innerlich stabiler. Der Gesundheitswissenschaftler Bernhard Badura bringt es auf den Punkt: „Je höher die Sinnhaftigkeit der Arbeit, desto niedriger sind die Fehlzeiten.“
Vielleicht ist es also an der Zeit, diesen Bereich unseres Lebens ehrlich anzuschauen.
Die entscheidenden Fragen lauten: Was tue ich – und warum tue ich es? Und fast noch wichtiger: Wie gehe ich innerlich damit um? Wenn dich dein Job dauerhaft auslaugt, wenn du dich von Wochenende zu Wochenende schleppst oder nur noch auf die nächsten Ferien hoffst, dann brennt hier etwas aus – statt dich zu erfüllen.
Eine mögliche Antwort wäre: Finde Sinn in deinem Job. Oder suche dir langfristig einen, der Sinn für dich hat. Eine andere Antwort – und die ist sofort umsetzbar – lautet: Sei Licht an deinem Arbeitsplatz.
Ich weiß, dass meine gute Laune manchmal auch nervt. Und ja, ich kenne selbst schwere Phasen. Aber grundsätzlich gehe ich gerne in meinen Tag. Und genau das prägt mein Umfeld. Nicht, weil ich mich zusammenreiße, sondern weil ich weiß: Gott hat mich hier hingestellt.
Ich arbeite nicht nur für mein Gehalt. Ich arbeite für Gott – genau dort, wo ich bin.
Paulus schreibt: „Ob ihr esst oder trinkt oder sonst etwas tut: Tut alles zur Ehre Gottes“ (1. Korinther 10,31). Auch Arbeit kann Worship sein. Nicht immer leicht. Nicht immer schön. Aber sinnvoll. Berufungsvoll. Teil eines erfüllten Lebens.
Ich liebe Wochenenden. Ich liebe Ferien. Aber ich liebe es auch, Gott an meinem Arbeitsplatz zu dienen. So wird Arbeit nicht nur etwas, das ich ertrage – sondern etwas, das meinem Leben Tiefe gibt.
Und wie ist das bei dir?
Sei gesegnet!
Herausforderung für heute: Frag dich heute einmal ganz konkret: Wo könnte ich heute an meinem Arbeitsplatz bewusst Licht sein? Nicht perfekt. Nicht laut. Sondern echt.
Sei gesegnet!
„Arbeit füllt einen großen Teil unseres Lebens. Der einzige Weg, wirklich zufrieden zu sein, ist, zu tun, was man für großartige Arbeit hält“ (Steve Jobs).


